Der Assuan Staudamm



Der Wasserbau hat in Ägypten eine rund 5.000-jährige Geschichte. Mit dem Wasserbau eng verbunden ist die Entwicklung der altägyptischen Hochkultur am Nil. Der fruchtbare Nilschlamm ließ am Rande der Wüste Weizenfelder gedeihen. Der Assuan Staudamm am Oberlauf des Flusses zählt zu den bekanntesten und gleichzeitig umstrittendsten Bauwerken der Welt.
Der Assuan Staudamm soll mit seinem spendenden Wasser mehr landwirtschaftliche Anbauflächen möglich machen. Der von sowjetischen Ingenieuren 1971 fertiggestellte gewaltige Damm zählt zu den Sehenswürdigkeiten Ägyptens. Die große Pharaonen-Geschichte Ägyptens ist von hier aus zum Greifen nahe. Die bekannten Tempelanlagen von Luxur oder Abu Simbel liegt nicht sehr weit entfernt. Es lohnt die Fahrt mit kleinen Booten von einem Anlegeplatz in der Nähe der Stadt Assuan auf dem Nasser-Stausee zur Insel Agilkia - die einzige "Überlebende" von ehemals drei Inseln: Philae wurde damals komplett vom ansteigenden Stauwasser überschwemmt und Biga ist nur noch zu kleinen Teilen zu sehen. Agilkia blieb in den Flutungstagen von den großen Wassermassen verschont. Auf der Insel befindet sich unter anderem auch der bemerkenswerte Isis-Tempel. Ursprünglich stand die Tempelanlage aber auf der Nachbarinsel. Bis die Staudamm-Strategen ihn auf Philae Steinquader für Seinquader abbauten und rund einen halben Kilometer weiter auf Agilkia wieder aufbauten.

Assuan Staudamm
Strasse zu einer Schleuse des Assuan Staudammes
Foto: (C) Horst Berghäuser

Der riesige Assuan Staudamm hat viele Opfer gekostet. Bei seinem Bau versanken antike Monumente für immer auf dem schlammigen Grund des Stausees. Nur einige wenige überragende geschichtliche Zeugnisse wurden mittels technisch und finanziell sehr aufwändiger Rettungsaktionen auf höher gelegenes Terrain umgesetzt. Verpflanzt wurden so unter anderem auch die Tempelanlagen von Abu Simbel und Kalabascha, zwei großartige Sehenswürdigkeiten.

Der Assuan Staudamm besteht aus zwei unterschiedlichen Dämmen. Neben dem ursprünglichen Staudamm existiert ein 3,6 Kilometer langer und 111 Meter hoher Hochdamm - eine architektonische und technologische Meisterleistung sowjetischer Ingenieurskunst. Der hinter ihm aufgestaute See hat eine Gesamtlänge von 550 Kilometern. Dieser Stausee erstreckt sich über das ehemalige Siedlungsgebiet der Nubier. Dieses Volk musste für den Bau des Staudamms umgesiedelt werden. Die schönste Art, den aufgestauten Nassersee kennen zu lernen, ist eine Schiffsfahrt bis nach Abu Simbel oder weiter bis nach Wadi Halfa. Schiffe auf dem Nil pendeln in der Regel zwischen Assuan und Luxor hin und her. Kreuzfahrten auf dem Strom zeigen die großen Sehenswürdigkeiten Ägyptens. Wer ursprünglich reisen möchte, mietet eine Feluke, das in Ägypten typische Segelboot.

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