Besondere Gebiete in China



Das normale Visum gilt für die Einreise in die Volksrepublik China, Beschränkungen auf bestimmte Regionen oder Provinzen werden im Normalfall nicht auferlegt, auch wenn die chinesische Regierung sich entsprechende Eingrenzungen eines erteilten Visums
grundsätzlich vorbehält. Ausnahmen sind lediglich die Autonome Region Tibet sowie die Sonderverwaltungsgebiete Hongkong (Hong Kong) und Macao (Macau). Während für den Besuch in Tibet ein besonderes Permit erforderlich ist und die Ausstellung dieser Erlaubnis restriktiv geschieht, können deutsche Staatsbürger nach Hongkong und Macao mit ihrem gültigen Reisepass ohne Visum einreisen. Der völkerrechtliche Status Tibets ist unklar. Während die Weltöffentlichkeit davon ausgeht, dass Tibet zum Zeitpunkt des Einmarsches der chinesischen Truppen einen funktionsfähigen unabhängigen Staat dargestellt hatte, bezeichnet die chinesische Führung die tibetische Unabhängigkeitserklärung als ungültig und den Einmarsch chinesischer Soldaten als Befriedung einer abtrünnigen Provinz. Die meisten Staaten verhalten sich in offiziellen Stellungnahmen zu Tibet diplomatisch und vermeiden eine eindeutige Stellungnahme. China protestiert regelmäßig, wenn der Dalai Lama eingeladen wird. Der tibetische Buddhismus wird inzwischen von China anerkannt, zumal die entsprechenden Tempel sich für die Förderung des Tourismus hervorragend eignen.

Bei Hongkong und Macao handelt es sich um ehemals britische bzw. portugiesische Kolonien, welche zu Ende des zwanzigsten Jahrhunderts an China zurückgegeben wurden. Voraussetzung für die Rückgabe war, dass das bestehende Wirtschaftssystem in beiden Gebieten nicht verändert wird. China entwickelte somit das Modell der zwei wirtschaftlichen Systeme in einem einzigen Land. In vielen Bereichen werden Hongkong und Macao jedoch wie unabhängige Länder behandelt. So gilt die Fahrt von China in eine der beiden Sonderverwaltungsgebiete als Ausreise aus der Volksrepublik, so dass bei einer geplanten Rückkehr ein Visum für die zwei- oder mehrfache Einreise beantragt werden muss. Die meisten internationalen Sportverbände lassen neben dem chinesischen Team gesonderte Nationalmannschaften aus Hongkong und Macao zu. Beide Sonderverwaltungsgebiete besitzen zudem ihre jeweils eigene Währung.

Von einer Sonderverwaltungszone zu unterscheiden sind chinesische Sonderwirtschaftszonen. Diese gelten als normales chinesisches Inland, so dass ihr Besuch das übliche Visum voraussetzt. Durch eine liberale Wirtschaftsgesetzgebung werden jedoch ausländische Investoren angelockt. In China gelten die Städte Shenzen, Zhuhia, Shanton und Xiamen sowie die gesamte Provinz Hainan als Sonderwirtschaftsgebiete.







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