Die Mandschurei



Bei der Mandschurei handelt es sich um eine Region in China, ihr heutiger offizieller Name lautet Nordostchina. Die meisten Touristen sprechen aber weiterhin von der Mandschurei, diesen Namen trägt das Gebiet nach dem mongolischen Volk der
Mandschu. Die Mandschu regierten China vom siebzehnten Jahrhundert bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und bildeten dort die Qing-Dynastie. Die Mandschurei wurde 1900 von Russland besetzt und 1905 zurückgegeben. Von 1917 bis 1928 war die Mandschurei unabhängig, während der Staat Mandschukuo zwischen 1931 und 1945 von Japan abhängig war. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region an China zurückgegeben. Die durch die Mandschurei führende Transmandschurische Eisenbahn stellt einen Zweig der Transsibirischen Eisenbahn dar und verbindet den Stadtteil Lüshunkou der Stadt Dalian in China mit Wladiwostok in Russland. Ein beliebtes Reiseziel in der Mandschurei stellt die Hauptstadt Shenyang (Shenjang, auch unter den Namen Mukden und Fengtian bekannt) dar. Unter dem Namen Mukden war das heutige Shenyang von 1625 bis 1644 Hauptstadt der Mandschurei. Nachdem die Qing-Kaiser ihre Herrschaft auf China ausdehnen konnten, verlegten sie die Hauptstadt nach Peking. Weitere Sehenswürdigkeiten in Shenyang sind vier Pagoden, welche in jeder Himmelsrichtung in gleicher Entfernung zum Kaiserpalast errichtet wurden.

Die Stadt Shenyang gehört zu den Orten in China, in welchen Urlauber ein ausgedehntes Nachtleben finden. In etwa dreißig Kilometern Entfernung befindet sich ein moderner Safari-Park. Die Qipanshan-Berge bieten sich für den Winterurlaub an, die Skipisten gelten als einfach und für Anfänger geeignet. Besonders schön in Shenyang ist ein Spaziergang durch die Gärten. Ein aufmerksamer Blick zeigt die Vielfalt der Gartenbaukunst in den unterschiedlichen Regionen Chinas. Nicht zuletzt dank seiner Gärten wurde Shenyang zur chinesischen Modellstadt für den Umweltschutz gewählt. Dalian bietet den größten Handelshafen der Mandschurei und einen der größten Häfen Chinas. Zum Verwaltungsgebiet der Stadt zählt auch der Kreis Changhai, welcher aus mehr als einhundert Inseln besteht und gute Bedingungen für einen Badeurlaub in China bietet. Am beliebtesten bei Badetouristen ist die Hauptinsel Dachangshandao.

Der Name der Stadt Qiqihar ist daurischen Ursprungs, bei den Dauren handelt es sich um eine der anerkannten Minderheiten in China. Zu den Sehenswürdigkeiten in Qiqihar gehört ein etwa dreihundert Jahre alter Tempel, welcher in weiten Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Eine Besonderheit des Tempels besteht in zwei Buddha-Statuen, welche regelmäßig mit wechselnden Gewändern eingekleidet werden. Die katholische Kathedrale Sankt Michael in Qiqihar stammt aus dem Jahr 1913 und wurde in einem neugotischen Baustil errichtet. Die Mingyue Insel im Fluss Nen Jiang ist bei Touristen der Stadt beliebt, da auf ihr zahlreiche Gebäude im traditionellen Baustil vorhanden sind.







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