China - Reisekrankheiten



Die am häufigsten bei Reisenden aus Deutschland auftretende Reisekrankheit in China ist der Durchfall. Durchfallerkrankungen werden häufig bereits durch eine ungewohnte Zubereitung der Kost ausgelöst und gehen nach kurzer Zeit wieder vorbei. Wichtig ist
die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten, um den Flüssigkeitsverlust durch den Durchfall auszugleichen; Leitungswasser sollte in China jedoch nicht getrunken werden, da es oft verunreinigt ist. Wenn der Durchfall nach spätestens zwei Tagen nicht deutlich zurückgeht, ist eine Untersuchung auf Cholera unerlässlich. Diese Krankheit kommt im gesamten Land vor, die beste Vorbeugung ist der ausschließliche Verzehr gut gewaschener Lebensmittel. Das Essen an einer fahrbaren Garküche ist landestypisch und verlockend; eine zuverlässige und europäischen Standards entsprechende Verarbeitung der Speisen ist aber nur im Hotel gewährleistet. In den Provinzen Qinghai und Xizang tritt auch heute noch häufig die Pesterkrankung auf, zum Schutz vor ihr sollte darauf geachtet werden, dass kein Kontakt zu Ratten oder Flöhen besteht.

In einigen Landesteilen Chinas tritt vermehrt die Bilharziose: auf, in den entsprechenden Gebieten ist auf das Baden in Süßwasserseen zu verzichten. In einigen Teilen Chinas treten Malaria-Erkrankungen sowie das Dengue-Fieber auf. Beide Krankheiten werden durch unterschiedliche Mückenarten übertragen, so dass der Schutz vor Mückenstichen die wirksamste Vorbeugung gegen eine Erkrankung darstellt. Ob eine vorbeugende Einnahme von Tabletten gegen die Malaria sinnvoll ist, sollte vor der Abreise nach China mit dem Hausarzt oder einem Tropeninstitut besprochen werden, da die entsprechenden Mittel oft starke Nebenwirkungen aufweisen. Die vorsorgliche Mitnahme eines verschreibungspflichtigen Malaria-Medikamentes ist zu empfehlen, wenn die Reise nach China in von der Malaria betroffene ländliche Gebiete führt, in größeren Städten kommen Malariaerkrankungen so gut wie nicht vor. Gegen das Dengue-Fieber existieren zurzeit noch keine Medikamente. Eine Behandlung erfolgt durch die Gabe von schmerzlindernden Medikamenten und durch die Zufuhr einer ausreichenden Flüssigkeitsmenge, gesunde Erwachsene überstehen die Krankheit in der Regel ohne Folgeschäden.

Die Tollwut ist in China ebenfalls stark verbreitet, eine Schutzimpfung ist dringend zu empfehlen.
Das Auswärtige Amt warnt zusätzlich noch vor der in China zyklisch auftretenden Hand-, Fuß- und Mundkrankheit mit Namen HFMD. Diese Erkrankung ist lediglich für Kinder gefährlich, während Erwachsene sie ausschließlich als sehr unangenehm empfinden. Das regelmäßige Waschen der Hände reicht zur Vorbeugung in der Regel aus.

Natürlich treten auch in China die klassischen Reisekrankheiten wie das Unwohlsein während längerer Busfahrten auf. Wer daran leidet, kann die gleichen Medikamente wie in Deutschland verwenden und sie sich bereits vom Hausarzt verschreiben lassen. Da die Straßen in China teilweise einen schlechteren Zustand als in Europa aufweisen, tritt Übelkeit während der Fahrt auch bei Gästen auf, welche zu Hause kaum daran leiden.

Wer wegen einer Reisekrankheit in China zum Arzt geht, wird häufig mit den Mitteln der traditionellen chinesischen Medizin behandelt. Die Behandlung ist in der Regel wirksam, allerdings entsprechen die hygienischen Standards in chinesischen Praxen nicht immer den gewohnten Vorschriften. Die vorsorgliche Mitnahme eigener Akupunktur-Nadeln ist sinnvoll.







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