Platz des himmlischen Friedens in China



Der Platz des himmlischen Friedens, eigentlich Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens, ist ein großer Platz in der chinesischen Hauptstadt Peking (Beijing). Der Platz ist erst seit dem Jahr 1911 für die Öffentlichkeit zugänglich und wird für
Demonstrationen und Aufmärsche verwendet. Sowohl von der chinesischen Führung angeregte Demonstrationen als auch Proteste gegen diese benutzen den Platz des himmlischen Friedens für ihre jeweiligen Kundgebungen. In trauriger Erinnerung ist der Juni 1989, als friedliche Proteste der chinesischen Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen wurden. Der Platz heißt auch Tian'anmen-Platz, da das Tain'amen, dieses ist das Tor des himmlischen Friedens, an der Nordseite des mit annähernd vierzig Hektar größten Platzes der Welt steht. Dieses Tor stellt den Eingang in die Verbotene Stadt dar. Als Verbotene Stadt wird in China der Kaiserpalast mit seiner Umgebung bezeichnet, da das Volk während der Monarchie keinen Zugang zu diesem Gebiet hatte. Das Tor wurde im Jahr 1417 errichtet und diente Mao als Kulisse für die Proklamation der Volksrepublik China im Jahr 1949. Auf Grund seiner großen Bedeutung für die Geschichte der chinesischen VR ist das Tor des himmlischen Friedens auch im chinesischen Staatswappen enthalten.

Der Kaiserpalast schließt sich direkt an den Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens an, heute ist er selbstverständlich für Besucher zugänglich und dient überwiegend als Museum. Auf dem südlichen Teil des Tian'anmen-Platzes befindet sich das Mausoleum mit den sterblichen Überresten Maos. Weitere Gebäude auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking sind das Denkmal für die Helden des Volkes und die Große Halle des Volkes. Das Denkmal für die Helden des Volkes ist allen Menschen gewidmet, welche bei revolutionären Kämpfen gestorben waren. Acht Reliefs weisen darauf hin, den Gefallenen welcher Kriege und Auseinandersetzungen das Denkmal gewidmet ist. Zunächst wird der Opiumkrieg dargestellt; aus chinesischer Sicht diente der gegen Großbritannien verlorene Krieg ausschließlich den Interessen europäischer Kolonialmächte, welche neben der Freigabe des Opiumhandels auch die Kontrolle über weite Teile Chinas erzielen wollten. Von besonderer Wichtigkeit für das Selbstverständnis des heutigen China ist der Wuchang Aufstand des Jahres 1911, welcher die Vertreibung des Kaisers und die Ausrufung der Republik begründete. Des Weiteren wird auf dem Platz des himmlischen Friedens den Gefallenen des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges gedacht,welcher von 1937 bis zum September 1945 andauerte. Neben an weitere Aufstände erinnernden Relieftafeln enthält das Denkmal für die Helden des Volkes noch eine Handschrift Maos.

Die Große Halle des Volkes dient der Regierung der VR China als Ort zum Empfang ihrer Staatsgäste. Traditionell wird sie auch für größere Veranstaltungen benutzt; im August 2006 ließ die chinesische Regierung sogar ein Popkonzert zweier taiwanesischer Künstler in der Halle zu. Im Osten des Platzes vor dem Tor des himmlischen Friedens steht das chinesische Nationalmuseum, welches das Museum zur Geschichte Chinas und das Museum der chinesischen Revolution vereinigt. Der Besuch des Tian'anmen-Platzes und seiner Bauwerke ist während eines Urlaubs in Peking (Beijing) sehr zu empfehlen. Der große Platz wirkt auf jeden Besucher sehr beeindruckend.

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