Das Shanghai Museum in China



In der Stadt Shanghai befindet sich mit dem Shanghai Museum das viertgrößte Museum in China. Das heutige Gebäude wurde 1996 eröffnet, das erste Shanghai Museum datiert jedoch bereits aus dem Jahr 1952. Das Shanghaj Museum beherbergt
etwa 120 000 Exponate, welche einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der chinesischen Kunst und Kultur. Mit Ausnahme von Sonderausstellungen ist der Eintritt in das Shanghai Museum kostenlos, dennoch ist der Bezug von Eintrittskarten unerlässlich. Der früher unkontrollierte Andrang von Besuchern hat zu einer Überlastung des Hauses und zu Schäden an einigen Ausstellungsstücken geführt, so dass die Anzahl der Museumsbesucher pro Tag auf 5000 Gäste beschränkt werden musste. Das Shanghai Museum ist in zehn thematische Abschnitte unterteilt. Dabei ist für die Zuordnung eines Gegenstandes in eine Galerie weniger dessen Datierung als dessen Material maßgeblich. So werden in der Bronzeabteilung aus dem entsprechenden Metall hergestellte Gegenstände und Kunstwerke unabhängig von ihrem Alter gezeigt. Bronzeplastiken vergangener Epochen befinden sich ebenso in den entsprechenden Räumen wie moderne Gegenständen , wenn der Künstler Bronze als Werkstoff eingesetzt hat. Größeren Skulpturen ist ein eigener Abschnitt im Shanghai Museum gewidmet, ebenso wie Kunstwerken aus Jade.

In der Keramikabteilung werden Vasen und Gebrauchsgegenstände gezeigt. Die chinesische Tradition kennt eine Vielzahl unterschiedlicher künstlerischer Gestalten keramischer Gegenstände. Die Anordnung der keramischen Ausstellung nach dem Zeitpunkt ihrer Herstellung ermöglicht dem Besucher, interessante Details bei der Veränderung der Bemalung wahrzunehmen. Einen sehr großen Raum im Shangahi Museum nimmt die chinesische Bilderkunst ein. Das Malen besitzt im chinesischen Kulturraum eine lange Tradition, die gezeigten Bilder spiegeln die Entwicklung der Malkunst auf anschauliche Weise wider. Die Malstile wechselten während der Jahrhunderte ebenso wie die eingesetzten Materialien.

Eine ebenso wichtige Kunstfertigkeit stellt im chinesischen Kulturraum das schöne Schreiben dar, so dass folgerichtig Exemplare der Kalligrafie ebenfalls im Shanghai Museum ausgestellt werden. Gegenüber einer normalen lesbaren Handschrift zeichnet sich die chinesische Kalligrafie durch eine besonders schöne Gestaltung der einzelnen Schriftzeichen aus. Eng mit der Schreibkunst verbunden ist die chinesische Siegelkunst. Siegel wurden traditionell als Kunstwerke angeschafft und waren für die Bestätigung der Autorität des Siegelführers spätestens seit dem zwölften vorschristlichen Jahrhundert wichtig geworden. Auch heute ist das Siegel in Asien oft höher angesehen als eine Unterschrift per Hand. Eine weitere Abteilung im Shanghai Museum zeigt chinesische Münzen vom Aufkommen des Münzwesens in China bis zur Gegenwart. Das Shanghai Museum zeigt auch Möbel, und zwar aus den Ming- und Qing-Dynastien; diese umfassen den Zeitraum von 1368 bis 1911.

Ein weiterer Teilbereich des Shanghai Museums beschäftigt sich mit der Kunst und dem Handwerk der in China lebenden Minderheiten. Damit sind alle ethnischen Gruppen mit Ausnahme der Han-Chinesen gemeint. Allgemein bekannt sind Mongolen und Tibeter, aber auch viele Koreaner und Mandschuren leben in China. Offizielle Dokumente der chinesischen Regierung geben insgesamt fünfundfünfzig ethnische Gruppen für die chinesische Wohnbevölkerung an. Diese Zahl nimmt naturgemäß nur die Völker auf, von denen eine größere Anzahl Menschen in China leben.

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