Die Verbotene Stadt in China



Die Verbotene Stadt schließt sich in der chinesischen Hauptstadt Peking (Beijing) direkt an den Platz am Tor des himmlischen Friedens an. Ihr Name stammt daher, dass dem chinesischen Volk der Besuch des kaiserlichen Wohn- und Regierungsbezirks
bis zum Jahr 1911 nicht gestattet war. Nach der Abdankung des letzten chinesischen Kaisers war der Bezirk zwar grundsätzlich zum Betreten für die Bevölkerung freigegeben; da der ehemalige Kaiser mitsamt seiner Familie jedoch bis 1924 noch in einem Teil der Paläste lebte, war der Zugang in den ersten Jahren der chinesischen Republik nur eingeschränkt möglich. Die Verbotene Stadt im Pekinger Zentrum wurde im Jahr 1987 seitens der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Der Bau der Verbotenen Stadt begann im Jahr 1406 und war bereits 1420 abgeschlossen. Angesichts der Anzahl von alleine 890 Palästen und unzähligen Pavillons erscheint die Bauzeit als relativ kurz; sie konnte nur durch die Beschäftigung einer sehr großen Anzahl von Sklaven erreicht werden.

Alle Dächer der Paläste innerhalb der Verbotenen Stadt sind entweder vergoldet oder mit gelb angemalten Ziegeln versehen, da die gelbe Farbe als Symbol der Herrschaft chinesischer Kaiser angesehen wird. Wichtige Zeremonien fanden überwiegend in der Halle der großen Harmonie statt. Typisch für diese Halle ist der von zwei Elefanten flankierte Drachenthron, während Bronzelöwen nahezu jeden der einzelnen Paläste bewachen. Der Löwe steht als Symbol für die Machtfülle chinesischer Kaiser, während Drachen in China als Glückssymbole gelten und Elefanten den Wunsch nach Frieden zum Ausdruck bringen.

Für heutige Touristen interessant ist das Pekinger Palastmuseum, welches in einigen Räumen der Verbotenen Stadt untergebracht wurde. Das Palastmuseum in der Verbotenen Stadt zeigt große Teile der umfangreichen Kunstsammlungen chinesischer Kaiser sowie Gegenstände aus dem kaiserlichen Haushalt. Ebenso werden die Kleider der Kaiser sowie der hohen Beamten gezeigt; chinesische Kaiser und hohe Hofbeamte trugen zu unterschiedlichen Anlässen jeweils nach dem Protokoll vorgeschriebene wertvolle Kleidungsstücke. Das Sammeln von Kunstwerken galt in allen Kaiserdynastien als ein Zeichen der Bildung des jeweiligen Kaisers.

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