Die Topographie des Terrors



Zartbesaitete Menschen sollten vielleicht nicht den gesamten Ort besichtigen, sondern sich auf die interessante Bibliothek und wechselnden spannenden Ausstellungen beschränken. Wer jedoch mehr über die NS-Schreckensherrschaft,
über die Methoden und Ziele der Nazis unter Hitler erfahren möchte, der ist an diesem Erinnerungsort genau richtig. Die Topographie des Terrors ist bis heute der meistbesuchte Erinnerungsort der Hauptstadt und zieht täglich zahlreiche Touristen aus aller Welt an, die sich über das Dritte Reich informieren wollen. Die Topographie des Terrors befindet sich in der Nähe des Potsdamer Platzes und hat seit 1987 geöffnet. Das Areal ist 800 Quadratmeter groß und war einst Gestapo-Zentrale, von welcher zahlreiche NS-Verbechen gelenkt und geplant wurden. Zwar wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, dennoch befinden sich viele Überreste der damaligen Zeit an diesem Ort, weshalb man hier die Dokumentationsstätte “Topographie des Terrors” errichtete.

Besucher haben die Möglichkeit sich intensiv mit der Geschichte Berlins auseinanderzusetzen, können einen Blick in den Folterkeller werfen und entlang des Ausstellungsgrabens in der Niederkirchnerstraße spazieren. Die Dauerausstellung gibt einen hervorragenden Einblick in die Zeit Berlins von der Machtergreifung 1933 bis zum Jahr 1945 und lässt Besucher buchstäblich auf den Spuren der NS-Herrschaft wandern. Starke Nerven sind hier von Vorteil.

Neben den Dauerausstellungen gibt es auch wechselnde Ausstellungen, die nicht weniger interessant sind. Eine Galerie jüdischer Fotografen mit Bildern aus der schrecklichen Zeit oder Original-Berichte von Wächtern in Konzentrationslagern sind sicherlich interessant, aber natürlich auch bedrückend und traurig. Die Topographie des Terrors soll keineswegs eine Gedenkstätte sein oder gar eine Widmung für die Nationalsozialisten. Vielmehr ist es ein Ort der Information, welcher einen tiefen Einblick in die Terrorherrschaft geben soll.

Besucher können eine Führung durch das Gelände machen, aber auch mit Audiogeräten oder auf eigene Faust das Areal erkunden. Die angrenzende Bibliothek ist sehr sehenswert und ermöglicht noch einmal ein intensiveres Befassen mit Dokumenten und Zeitzeugenberichten.







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