Palast von Knossos



Kreta-Touristen kommen in der Regel auf dem Flughafen von Heraklion an. Heraklion liegt an der Nordküste der Insel. Wer diese pulsierende und bevölkerungsreiche Stadt (ca. 120.000 Einwohner!) besucht, kann sich kaum vorstellen, dass Heraklion in antiker Zeit "nur" die Hafenstadt der Residenz Knossos war.
Die frühere Residenz Knossos ist heute eine sehenswerte archäologische Stätte mit dem Palast von Knossos im Zentrum. Knossos befindet sich nur etwa fünf Kilometer südlich von Heraklion. Die Hafenstadt Heraklion, die zur Hauptstadt der Insel wurde, hat dem Touristen unzählige Attraktionen zu bieten. Insbesondere sollte man durch die Altstadt bummeln - und fotografieren! Das vielleicht schönste Fotomotiv ist der Löwenbrunnen (Morozini-Brunnen) mit den geschmückten Wasserschalen und den Löwenskulpturen. Weiterhin ist in der Altstadt die Agios-Titos-Kirche sehenswert, die aus der venezianischen Zeit von Kreta stammt. Bis ins 17. Jahrhundert hinein hatte ja die Republik Venedig die Herrschaft über die Insel inne! Der Hafen war den Venezianern besonders wichtig. Davon zeugt noch heute die Hafenfestung Koules, erbaut von den Venezianern im 16. Jahrhundert.

In der Sommerhitze Kretas braucht man manchmal etwas Schatten! Den findet man reichlich im El Greco-Park, dem schön angelegten Stadtpark von Heraklion. Einen Überblick über die Frühgeschichte der kretischen Kultur bietet das Archäologische Museum von Heraklion. Hier werden zahlreiche Funde aus dem königlichen Palast von Knossos gezeigt. Der Palast von Knossos, dessen - nicht immer ganz originalgetreue - Rekonstruktion heute besichtigt werden kann, wurde vor ungefähr 4.000 Jahren erbaut. Verschiedene Gebäude, teils mit großen Treppenhäusern und Sälen, und ein Theater gehörten zu dem Wohnsitz des Königs. Vom Reichtum der damaligen Bewohner des Palastes und der um ihn herum angelegten Stadt zeugen die großen "Pithoi" (Vorratskrüge) für Wein und Olivenöl. In dem alten Knossos sollen bis zu 100.000 Menschen gelebt haben. Die Kultur, der sie und ihr Herrscher angehörten, war die minoische. Die Bezeichnung stammt vom Namen des sagenhaften Königs Minos (in der griechischen Göttersagenwelt ein Sohn von Zeus und Europa!). Dieser König Minos soll hier gelebt haben.

Die minoische Kultur war noch nicht so human wie die spätere klassisch griechische. Es muss in oder bei Knossos Menschenopferstätten gegeben haben. Darauf gibt es auch einen Hinweis aus der Sagenwelt: Die Sage berichtet, dass das grausame Zwitterwesen aus Stier und Mensch, der Minotaurus, Menschenopfer fraß. König Minos hatte für Minotaurus das berühmte Labyrinth erbauen lassen. Es gibt tatsächlich auf dem Gelände der archäologischen Stätte komplizierte Gänge, aber man weiß nicht, ob es sich dabei um das Labyrinth handelte. Der griechische Held Theseus tötete nach der Sage den Minotaurus im Labyrinth und fand mit Hilfe des "Ariadne-Fadens" wieder heraus. Die archäologische Stätte ist für Besucher täglich geöffnet!

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