Die Pest- eine bakterielle Erkrankung



Beschreibung/Ursache
Die Pest ist bis heute eine gefährliche Erkrankung, die durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht und durch Flöhe übertragen wird. Die Krankheit tritt in vielen Teilen Südostasiens, insbesondere in Vietnam, Burma, in Indien, Madagaskar, Kongo, Iran und Tansania auf.
Aber auch Teile des tropischen Mittel- und Südamerika sind betroffen. Die Medizin unterscheidet drei Verlaufsformen der Erkrankung, wobei nur eine, die Beulenpest (Bubonenpest) überlebt werden kann. Lungenpest, und Pestsepsis sind tödliche Erkrankungen. Je eher die Erkrankung entdeckt und behandelt wird, umso geringer ist die Gefahr, dass die Erreger sich im Blut und in der Lunge ausbreiten können. In den erwähnten Ländern sind vor allem Gebiete betroffen, in denen Menschen unter extrem schlechten hygienischen Bedingungen leben müssen. Die Pest ist eine so genannte Quarantäne Krankheit. Erkrankte Personen werden für die Dauer der Behandlung in speziellen Einrichtungen für Infektionskrankheiten unter Quarantäne gestellt.

An sich ist die Pest eine Krankheit, die bevorzugt Ratten befällt. Die Flöhe infizieren die Tiere und nach deren Tod suchen sie einen anderen Wirt. In vielen Fällen ist dies dann der Mensch. Wird ein Mensch infiziert, ist auch die Übertragung auch von Mensch zu Mensch möglich. Die Lungenpest wird auch auf dem Wege der Tröpfcheninfektion übertragen (Husten, Niesen, Sprechen).

Symptome/Diagnose
Die Symptome sind davon abhängig, um welche Form es sich bei der Erkrankung handelt. Wie bereits erwähnt, unterscheidet man hier drei Formen der Erkrankung. Dementsprechend sind auch die Symptome und der Verlauf unterschiedlich. Welche Verlaufsform sich entwickelt, hängt von der Position der Eintrittsstelle und dem Übertragungsweg ab.

Beulenpest
Nach der Inkubationszeit (zwischen 2 bis 5, manchmal auch 12 Tage) beginnt die Erkrankung plötzlich mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Die Lymphknoten, die sich der Eintrittsstelle am nahesten sind, schwellen an und beginnen nach innen zu bluten. Diese Blutungen zeigen sich als schwarze Flecken auf der Hautoberfläche (Bubonen). Die Patienten fühlen sich schwach und sehr krank. Bewusstseinstörungen, die sich im weiteren Verlauf entwickeln, sind nicht selten. Wird die Beulenpest nicht behandelt, führt sie in etwa der Hälfte der Fälle zum Tode.

Lungenpest
Die Lungenpest entsteht meist durch Tröpfcheninfektion, oder wenn die Bakterien in den Lungenkreislauf gelangen. Die ersten Symptome treten bereits binnen wenigen Stunden auf. Dies sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Lungenentzündung und Bronchitis. Im weiteren Verlauf tritt auch blutiger Auswurf auf. Auch mit Therapie sterben die meisten Patienten, die an Lungenpest erkrankt sind. Ohne Behandlung endet die Erkrankung fast immer tödlich. Die Patienten sind die ganze Zeit über hochinfektiös.

Pestsepsis
Gelangen die Erreger in den Blutkreislauf, entwickelt sich eine Sepsis. Die Pestsepsis kann auch als eigenständige Erkrankung, oder als eine Komplikation der beiden vorher genannten Pestformen entstehen. Die Pestsepsis endet – vor allem ohne entsprechende Behandlung – fast immer tödlich.

Für eine einwandfreie Diagnose erfolgt der Nachweis der Erreger im Blut, in den Bubonen, sowie im Auswurf. Der Nachweis von entsprechenden Antikörpern kann erst ab dem 10. Tag der Erkrankung erfolgen.

Therapie/Verlauf
Je früher die Krankheit erkannt, und mit der Therapie begonnen wird, umso besser sind die Chancen auf Heilung. Mit einer rechtzeitigen Therapie kann man zudem auch schwerwiegende Komplikationen vermeiden. Als Therapiemaßnahme kommen spezielle Antibiotika in Frage. Man spricht hier von einer antibiotischen Kombinationstherapie. Zusätzlich werden die Symptome behandelt und gemildert.

Die Beulenpest ist in vielen Fällen, vor allem, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird heilbar. Lungenpest, sowie Pestsepsis können sich durchaus beide als Komplikation entwickeln. In diesem Fall sind die Prognosen trotz Therapie eher schlecht. Ohne Behandlung endet die Pest in fast allen Fällen tödlich.

Prophylaxe/Impfung
Es existiert zwar eine Impfung gegen Pest, diese wird jedoch nur in begründeten Fällen verabreicht, da sie nicht gut verträglich ist. Normaltouristen benötigen die Impfung nicht. Um der Pest aus dem Weg zu gehen, können Sie selbst etwas tun. Vermeiden Sie längere Aufenthalte in Gegenden, wo extrem schlechte hygienische Bedingungen herrschen.

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