Titicaca-See - Sehenswürdigkeit in Peru



Der Titicac-See gehört mit seinem westlichen Teil zu Peru, während der östliche See in Bolivien liegt. Für die Herkunft des Namens konkurrieren zwei Ableitungen aus unterschiedlichen Indianersprachen. Während auf Aymare der Seename als "große schwarze Katze" übersetzt werden kann, lautet die Übersetzung
auf Quechua "bleifarbener Felsen". Die Form des Sees erinnert an eine liegende Katze, während viele Felsen an seinen Ufern grau sind, so dass beide Erklärungen gleichermaßen als plausibel erscheinen. Der auf einer Höhe von über 3800 Metern gelegene See ist schiffbar, seine Größe übersteigt die des Bodensees um das Fünfzehnfache. In den See münden fünfundzwanzig Flüsse. Zu den Attraktionen am Titicaca-See zählen die schwimmenden Inseln der Urus, eines Indianerstammes. Die Inseln, welche sich nahe beim Hafenort Puno befinden, sind aus getrocknetem Tutora-Schilf hergestellt. Dieses Baumaterial wird in der Region um den Titicaca-See auch für Häuser und Boote verwendet. Die schwimmenden Inseln dienten dem Volksstamm der Urus ursprünglich als ausgezeichnete Fluchtmöglichkeiten bei feindlichen Angriffen; die meisten Angehörigen des Stammes lehnen die Übersiedlung auf das Festland strikt ab. Eine große Anzahl der Bewohner der schwimmenden Inseln heißt Touristen ausdrücklich willkommen, zumal diese deutlich zu einer Verbesserung der Einkommenssituation beitragen.

Eine weitere bei Tagestouristen beliebte Insel trägt den Namen Taquile oder Intika, sie wird von Quechua sprechenden Indianern bewohnt. Wer einen Einblick in die authentische Lebensweise der Insel erhalten möchte, kann zu geringen Kosten bei einer einheimischen Familie übernachten. Zu den Lebensbedingungen auf der Insel gehört aber auch das Nichtvorhandensein von fließendem Wasser und Strom.

Auf der im Titicacasee gelegenen und zu Peru gehörenden Insel Amatani befinden sich interessante Gebäude aus der Blütezeit der Inka-Kultur. Die beiden Erhebungen auf der Insel tragen die Namen Pachata und Pachamama, was sich als "Vater Erde" und "Mutter Erde" übersetzen lässt und die enge Verbundenheit der Inka mit der Natur anzeigt. Auf Amatani wächst die Cantuta, auch Kantuta geschrieben, (Cantua buxifolia) in einer sehr großen Anzahl, die heilige Blume der Inka gilt auch heute als Nationalblume Perus. Zu den ausschließlich am Titicaca-See lebenden Tierarten zählt der flugunfähige kleine Vogel Titicaca-Taucher ebenso wie der überdurchschnittlich große Titicaca-Riesenfrosch.

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