Geschichtspark Sukhothai



Der Geschichtspark Sukhothai in Thailand befindet sich in unmittelbarer Nähe zur modernen Stadt Sukhotai und umfasst die Ruinen der gleichnamigen Stadt, welche vom dreizehnten bis zum frühen fünfzehnten Jahrhundert die Hauptstadt eines das heutige Nordthailand umfassenden Königreiches gewesen ist.
Viele thailändische Historiker betrachten das Königreich von Sukhotai als das erste thailändische Königreich. Der Geschichtspark ist seitens der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt, seine heutige Gestalt erhielt er nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten Ende der 1980-er Jahre. Ein Tempel des Geschichtsparks wird auch heute für eine wichtige Zeremonie verwendet. Am Neumondtag des nach dem thailändischen Kalender zwölften Monats eines jeden Jahres wird das Lichterfest gefeiert, der Festtag fällt so gut wie immer in den November des bürgerlichen Kalenders. Loi Krathong wird auch in anderen Tempeln des Landes gefeiert, für viele Einwohner Thailands ist das Fest in Sukhothai jedoch mit einem besonders intensiven Erlebnis verbunden. Im Geschichtspark Sukhothai befinden sich mehr als zweihundert Tempelanlagen, welche unterschiedlich gut erhalten sind.

Als Mittelpunkt der Anlage lassen sich der Palast des Königs sowie der Wat Mahathat als wichtigstes Tempelheiligtum betrachten. Ein kleineres Nationalmuseum zeigt Kunstschätze aus der Region, von diesen stammen die meisten aus der Blütezeit der Stadt als Hauptstadt eines Königreiches. Sehr viele kleinere Tempel liegen direkt am Wasser oder auch auf einer Insel im künstlich angelegten See der Stadt. Sehr unterschiedliche Buddha Figuren lassen sich in den meisten Tempeln besichtigen, da einige der Statuen aber durch den Zerfall ihrer ursprünglichen Tempel zu Ruinen im Freien standen, wurden sie aus Sicherheitsgründen in das Nationalmuseum überführt. Für an der Kunstgeschichte interessierte Urlauber besonders interessant ist der Wat Chetuphon. Dieser recht kleine Tempel besitzt überwiegend kleine Buddha Figuren in verschiedenen Haltungen, welche möglicherweise ursprünglich als Lehrsammlung für Künstler gedacht waren.

Historisch bedeutsam ist der im Westen außerhalb der Stadtmauern von Sukhothai gelegene Wat Pa Mamuang (Tempel des Mangowäldchens). Diese Anlage wurde als Belohnung für einen Menschen, welcher sich umfassendes Wissen im ehemaligen Ceylon angeeignet hatte, erweitert, wobei der König persönlich als Auftraggeber für die Erweiterung in Erscheinung trat. Der Mönch hat die überlieferten Reden des Buddha (Tipit?aka) ausgiebig studiert und daraus wertvolle Erkenntnisse für das Leben innerhalb der Stadt gewonnen.

Im Wat Si Chum befinden sich fünfzig Platten mit Darstellungen aus der Jataka. Als Jataka wird in Thailand eine Märchen- und Legendensammlung bezeichnet, welche sich mit Buddha oder anderen Menschen beschäftigt und auf eine lehrreiche Weise verfasst wurde. In einigen Erzählungen treten auch Tiere auf, diese Geschichten lassen sich mit deutschen Fabeln vergleichen.

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