St. Michaelis in Hamburg



Eine der schönsten Barockkirchen Deutschlands nennt sich St. Michaelis und befindet sich in der Hansestadt Hamburg. Von den Hamburgern selbst wird sie als "Hamburger Michel" bezeichnet und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Täglich kommen
Hunderte von Touristen hierher, um auf die Aussichtsplattform der großen Kirche zu klettern oder die stilvolle Innenausstattung mitsamt des spannenden Gruftgewölbes zu bestaunen. Die hübsche Kirche prägt das Stadtbild und ist gar nicht mehr wegzudenken. St. Michaelis wurde im Jahr 1751 erbaut, durchlebte jedoch zahlreiche Brände und Bombenangriffe in den Kriegen, so dass die Kirche immer wieder neu aufgebaut und renoviert werden musste. Eigentlich gab es den "Hamburger Michel" schon vor 1751, aber ein Blitzschlag zerstörte das komplette Bauwerk, so dass man der Kirche das Baujahr 1751 zuschreibt. Im Jahr 1907 brannte sie völlig aus und verschwand fast völlig von der Bildfläche. Lediglich das Gruftgewölbe und wenige Einrichtungsgegenstände des Gebäudes blieben nahezu unversehrt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1952, baute man St. Michaelis wieder auf und schenkte der Stadt Hamburg damit eine bedeutende Sehenswürdigkeit, die bis heute viele Menschen anzieht.

Der Turm des "Hamburger Michels" ist 132 Meter hoch und beherbergt die größte Turmuhr Deutschlands. Sie hat einen Durchmesser von acht Metern und ein Zeiger wiegt über 130 Kilogramm. Der hohe Turm dient Seefahrern bis heute als Orientierungshilfe, wenn diese den Hamburger Hafen ansteuern wollen. Auf 82 Metern befindet sich die Aussichtsplattform, von der aus man einen bezaubernden Blick auf den Hafen, die Elbe und die Innenstadt hat. Einige Stufen tiefer gibt es eine Panoramaleinwand für Besucher der Kirche, die einen Film über die Geschichte Hamburgs und den “Michel” zeigt. Damit es keinen Stau im Treppenbereich des Turms gibt wird die Anzahl der Besucher begrenzt. Deshalb ist ein rechtzeitiges Anmelden zu empfehlen.

Das Gruftgewölbe in der St. Michaelis ist das wohl größte unversehrte Gruftgewölbe Europas und bietet eine sehr spannende Ausstellung über die Geschichte der Kirche und gewährt einen Einblick in alte Schätze. Hier findet auch der Sohn des berühmten Komponisten Johann Sebastian Back seine letzte Ruhe. Der Innenraum der Kirche ist sehr freundlich und hat eine beruhigende Wirkung. Die goldenen Ornamente, die 3 großen Orgeln und das noch originale Taufbecken und der Gotteskasten sind einfach ein Blickfang bei einem Besuch der Kirche.

Jeden Tag um die gleiche Uhrzeit hört man in Hamburg das traditionelle Turmblasen des Chorals (Kirchenlied), was besonders toll anzuhören ist. Noch heute spenden viele Hamburger für ihren "Hamburger Michel", so dass dieser ständig renoviert und ausgebaut werden kann. Die Menschen lieben einfach ihre Sehenswürdigkeit.







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