Reiseinformationen - Vietnam



Das ehemals in einen Nord- und einen Südteil geteilte Land ist seit 1976 wiedervereinigt. Die Einreise nach Vietnam erfordert auch für Touristen den Besitz eines vorab zu beantragenden Visums. Das Visum kann bei der vietnamesischen
Botschaft in Berlin oder über das vietnamesische Honorarkonsulat eingeholt werden. In der Regel wird das Vietnam-Visum für eine einmalige Einreise und eine Aufenthaltsdauer von maximal vier Wochen ausgestellt, ein Touristenvisum für eine zwei- oder mehrmalige Einreise oder einen längeren Zeitraum kann bei Bedarf für den Einzelfall bei der Botschaft beantragt werden. Eine persönliche Beantragung des Visums ist nicht zwingend erforderlich, die Botschaft stellt auf ihrer Internetseite das Antragsformular zum Ausdrucken zur Verfügung. Dieses kann auf dem Postweg an die vietnamesische Botschaft geschickt werden, ein Passfoto ist ebenso wie die Gebühr und ein Rücksendeumschlag dem Antrag beizulegen. Bei der Teilnahme an einer organisierten Reise kann der Antrag auf das Visum für die Vietnam auch über das Reisebüro bzw. den Reiseveranstalter gestellt werden. Der Reisepass muss gemäß der offiziellen Bestimmungen mindestens einen Monat länger als das Visum gültig sein; laut Auswärtigem Amt wird in der Praxis bei der Einreise oft eine Gültigkeit des Passes von mindestens sechs Monaten eingefordert. Die Verlängerung eines Touristenvisums in Vietnam ist grundsätzlich möglich, sie ist jedoch mit relativ hohen Gebühren verbunden.

Ein Visum beim der Ankunft wird für Vietnam zwar angeboten, das Auswärtige Amt weist aber ausdrücklich darauf hin, dass diese Form des Visums in der Praxis nicht immer anerkannt wird und mit dem Risiko behaftet ist, an der vietnamesischen Grenze abgewiesen zu werden. Die Einreise darf mit einem vietnamesischen Visum über jeden Grenzübergang erfolgen, es berechtigt grundsätzlich zu einem Aufenthalt im gesamten Land. Ausdrücklich ausgeschlossen sind neben militärischen Sperrgebieten grenznahe Regionen, für welche eine besondere Erlaubnis erforderlich ist. Gemäß der Einschätzung des Auswärtigen Amtes ändert Vietnam die Definition der grenznahen Gebiete häufig.

Bei einem Aufenthalt in Vietnam ist die Anmeldung bei der örtlichen Polizeibehörde zwingend vorgeschrieben, diese wird in der Regel durch das Hotel vorgenommen. Wer in einem Privatquartier oder bei Freunden übernachtet, muss die entsprechende Meldung jedoch selbst vornehmen. Die Mitnahme eines Kraftfahrzeuges nach Vietnam ist nur mit einer besonderen Erlaubnis möglich; da die wenigsten Vietnamreisenden aus Deutschland den Wagen für die Anreise benutzen werden, führt diese Vorschrift in der Reisepraxis kaum zu Schwierigkeiten. Allerdings werden auch keine deutschen oder internationalen Führerscheine anerkannt, so dass der deutsche Tourist auch keinen Leihwagen mieten kann. Wer nicht ohnehin eine Rundreise gebucht hat, kann aber problemlos öffentliche Verkehrsmittel benutzen.

Bindende Impfvorschriften bestehen für die Einreise nach Vietnam nur, wenn diese direkt aus einem Gelbfiebergebiet erfolgt. Das Auswärtige Amt empfiehlt für Vietnam-Reisende mindestens den Impfschutz gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A; je nach der Art der geplanten Vietnam-Reise wird der zusätzliche Impfschutz gegen Tollwut und Typhus empfohlen. Während des Aufenthalts in Vietnam soll kein Leitungswasser getrunken werden, da dieses nicht den europäischen Trinkwasserstandards entspricht. Gekauftes Mineral- und Trinkwasser ist hingegen unbedenklich.

Die strafrechtlichen Bestimmungen in Vietnam sind besonders bei Besitz und Konsum von Drogen sehr restriktiv. Verstöße gegen die Drogengesetzgebung des Landes können in Vietnam mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Prostitution ist in Vietnam gesetzlich untersagt, Verstöße gegen dieses Gesetz ziehen auch für den Freier hohe Geldstrafen nach sich. Amtssprache in Vietnam ist Vietnamesisch, das Beherrschen einiger grundlegender Redewendungen ist dem Urlauber dringend zu empfehlen. Fast alle vietnamesischen Schüler erlernen entweder Französisch oder Englisch als erste Fremdsprache, so dass eine Verständigung in einer der beiden Fremdsprachen in der Regel möglich ist.

Obgleich Vietnam als relativ sicheres Reiseland gilt, haben Handtaschendiebstähle sowie Diebstähle aus Hotelzimmern in letzter Zeit deutlich zugenommen, so dass Wertsachen möglichst im Hotelsafe aufbewahrt werden sollten. Die größte Gefahr für die Gesundheit bildet in Vietnam jedoch der Straßenverkehr. Die Regierung hat inzwischen die Promillegrenze für Kraftfahrer drastisch gesenkt und auch für Radfahrer 0,5 Promille als Alkohol-Grenzwert eingeführt. Mit dieser Maßnahme soll die Unfallhäufigkeit in Vietnam spürbar gesenkt werden.

Kreditkarten werden in Vietnam anerkannt, besonders bei individuellen Reisen auf dem Land empfiehlt sich aber das Mitführen von Bargeld. Die Anmeldung mitgeführter Geldbestände bei der Einreise nach Vietnam ist nur erforderlich, wenn diese einen Gegenwert von 7000 US-Dollar übersteigen. Die Währung in Vietnam ist der VND abgekürzte Dong. Ein vietnamesischer Dong wird in zehn Hao und einhundert Xu aufgeteilt. Etwas ungewöhnlich erscheint, dass die kleineren Werte ausschließlich in Scheinen und nicht in Münzen ausgegeben werden.







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