Wirtschaft von Vietnam



Vietnam gehört nicht gerade zu den reichen Ländern der Erde, hat aber Potential sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln. Der Küstenstaat in Südostasien ist ein Agrarland, in dem über die Hälfte der Gesamtbevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist.
Aufgrund der idealen tropischen Klimaverhältnisse können viele Produkte vermehrt angebaut, geerntet und exportiert werden, was dem Land wichtige Einnahmen bringt. Zu den bedeutendsten Exporten Vietnams gehören Reis, Kaffee, Tee, Bananen und Kautschuk. Nachdem man noch vor einigen Jahren lediglich Reis anbaute, um die eigene Bevölkerung zu ernähren, ist Vietnam heute das drittgrößte Reisexportland der Welt. Auch mit dem Export von Kaffee ist der Küstenstaat mittlerweile auf Platz zwei geklettert. Hauptabnehmer ist hier übrigens Deutschland. Vietnam ist in Besitz einiger Bodenschätze, wie Eisenerz, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Erst im Jahr 2009 nutzte man diese Vorkommen vermehrt und baute erste Raffinerien im Land auf.

Die Industrie in Vietnam spielt eher eine untergeordnete Rolle, ist aber dennoch nicht wegzudenken. Man verarbeitet Textilien, Meeresprodukte, Holzmöbel und Elektronik. Da das Land ein Handelsabkommen mit der Europäischen Union getroffen hat, sind natürlich viele Länder in Europa Abnehmer und auch Lieferanten. Die beiden größten in Europa sind Deutschland und Frankreich. Hinzu kommen Singapur, Hongkong, die USA, China und Japan, sowie einige Oststaaten. Der Import Vietnams besteht hauptsächlich aus chemischen Produkten, Düngemittel, Eisen und KFZ-Teilen. Vor Jahrzehnten war es die Forstwirtschaft in Vietnam, die für erhebliche Einnahmen sorgte. Dieser Wirtschaftszweig ist aufgrund der chemischen Kampfmittel, die im Vietnam-Krieg eingesetzt wurden und ganze Wälder zerstörten, jedoch nicht mehr wirklich von großer Bedeutung.

Der Tourismus in Vietnam macht zirka fünf Prozent des Bruttoinlandproduktes aus - Tendenz steigend. Urlauber sind interessiert an der Geschichte des Landes, kommen hierher, um sich historische Sehenswürdigkeiten anzuschauen, an den Stränden zu erholen und die Natur zu genießen. Auf den Tourismus ist man hier mittlerweile gut eingestellt und setzt weiterhin auf positive Besucherzahlen.

Das Wirtschaftswachstum von Vietnam wird immer wieder von der undurchschaubaren Bürokratie gebremst. Auch die Infrastruktur ist mangelhaft und die Arbeitslosigkeit hoch. Das Land ist keineswegs international wettbewerbsfähig, aber entwickelt sich gut.







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