Der Berg Ararat



Nach christlicher Überlieferung ist der Berg Ararat an der Grenze der Türkei zu Armenien der Platz, an welchem die Arche Noah nach dem Ende der Sintflut gelandet ist. Während die meisten jüdischen Wissenschaftler sich in der Frage
des Landeplatzes neutral verhalten, hat der Islam einen anderen Berg als Endpunkt der Schiffsreise Noahs definiert. Auf Kurdisch wird der Berg Çiyayê Agirî genannt, was übersetzt Berg des Feuers oder Feuerberg bedeutet. Der Ararat befindet sich in Kurdistan. Es ist für jeden Touristen möglich, den Berg Ararat bei einem Urlaub in der Nähe zu sehen, besonders eindrucksvoll ist der Blick aus der Stadt Iğdır. Das Betreten eines Teils des Berges ist ebenfalls möglich und bietet ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Die Besteigung des Gipfels setzt jedoch neben einem speziell zu diesem Zweck ausgestellten Visum eine Erlaubnis des türkischen Bergsteigerverbandes voraus. Während das Visum mindestens zehn Wochen vor der geplanten Gipfeltour beantragt werden muss, benötigt der Bergsteigerverband mehrere Monate für die Prüfung des Antrages. Zudem darf der Ararat nicht alleine mit einem Führer bestiegen werden, jeder Bergsteiger muss sich einer Gruppe anschließen.

Die Besteigung des Berges ist während der Sommermonate recht einfach, während des Winters ist der Weg zum Gipfel jedoch extrem gefährlich. Die von den einheimischen Führern bevorzugte Nordroute beginnt in der Grenzstadt Bazîd, türkisch Doğubeyazıt. Von dort führt eine befestigte Straße in das Dorf Eliköy, wo sich das Basislager befindet. Die Nordroute hingegen beginnt in der Stadt Aralik und führt zunächst zum Köp Gölü. Der Weg bis zu diesem Bergsee kann auch ohne Genehmigung zurückgelegt werden, zudem erfordert er keine besondere Bergsteigerausrüstung.

Der Ararat bildet zusammen mit dem Kleinen Ararat und einigen weiteren Bergen sowie den in diesem Gebiet liegenden Städten und Dörfern den Nationalpark Ararat. Der Besuch des Nationalparks Ararat bietet dem Urlauber einen guten Einblick in die weitestgehend ursprüngliche kurdische Kultur im östlichen Anatolien. Auf Grund der Nähe sowohl der iranischen als auch der armenischen Grenze muss zwar mit recht häufigen Kontrollen durch das türkische Militär gerechnet werden, die Soldaten erweisen sich aber in der Regel als freundlich. Sehr sprachgewandte Reisende sollten aber mit den Militärangehörigen besser Türkisch oder auch Englisch als Kurdisch sprechen.

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