Das Erzgebirge



Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge, welches in Deutschland zu Sachsen und in Tschechien zu Böhmen gehört. Dank des Schengener Abkommens ist bei einem Urlaub im Erzgebirge der Grenzübertritt inzwischen formlos und uneingeschränkt möglich.
Am bekanntesten für den winterlichen Tourismus im Erzgebirge ist der Kurort Oberwiesenthal. Er liegt am Fuße des Fichtelbergs in unmittelbarer Nähe zur tschechischen Grenze. Der Fichtelberg ist über die älteste Seilschwebebahn Deutschlands mit der Stadt verbunden. Das Erzgebirge bietet dem Urlauber im Winter sehr gute Bedingungen für den Wintersport an, wobei vor allem die Langlaufloipen ausgezeichnet sind. Außerhalb der Wintersaison ist das Erzgebirge eine beliebte Urlaubsregion bei Wanderern und Radfahrern, nicht zuletzt auch bei Mountainbikern.

Der Tourismus im Erzgebirge ist aber auch eng mit dem Kunsthandwerk verbunden. Die Holzkunst im Erzgebirge ist außerhalb der Region in erster Linie für den Bau von Krippen bekannt, sie umfasst jedoch tatsächlich auch die handwerkliche Produktion von Holzspielzeug in zahlreichen Varianten. Ein deutschlandweit auf Weihnachtsmärkten anzutreffendes Produkt der Holzkunst aus dem Erzgebirge stellt der Schwibbogen dar. Die Schwibbögen werden heute vornehmlich zur Weihnachtszeit gekauft und sind mit entsprechenden Motiven ausgestattet, ihre ursprüngliche Bedeutung stammt jedoch aus dem bis zum achtzehnten Jahrhundert intensiv betriebenen Silberbergbau. Die Lichter des Schwibbogens symbolisierten die Sehnsucht der unterirdisch im Stollen arbeitenden Bergleute nach dem Tageslicht. Die weihnachtlichen Symbole auf dem Schwibbogen sind somit eine eher neuere Erscheinung.

Zur handwerklichen Kunst des Erzgebirges gehören auch die Uhren aus Glashütte.
An die Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge erinnert nicht zuletzt die Bergkirche St. Marien in Annaberg-Buchholz. Die dort ausgestellte Weihnachtskrippe zeigt den Annaberger Krippenweg, welcher die christliche Geschichte mit den Bergbautraditionen verbindet. Die Figuren der ungewöhnlichen Krippe zeigen Bergleute und andere Menschen aus der Zeit des traditionellen Bergbaus im Erzgebirge. In der Stadt Aue wurde neben Silber und Zinn auch Uran abgebaut. Aue besitzt eine sehr große Anzahl an Brunnen und Skulpturen, welche sich über das gesamte Stadtgebiet erstrecken.

Ebenfalls stark mit den Traditionen des Bergbaus verbunden ist die Stadt Altenberg im Erzgebirge. In der Umgebung von Altenberg wurde nicht Silber, sondern Zinn abgebaut. Die Geschichte des Zinnbergbaus wird in den Bergbaumuseen in Altenberg-Mitte und im Stadtteil Zinnwald anschaulich dargestellt. Des Weiteren verläuft der vierzig Kilometer lange grenzüberschreitende Bergbaulehrpfad des Erzgebirges durch die Stadt Altenberg. Er verbindet siebzig Denkmäler aus der Zeit des Bergbaus in Tschechien und Deutschland.







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