Das Centre Georges Pompidou



Das Centre Georges Pompidou hat zwei Seiten. Zum einen ist es ein architektonisches Kunstwerk und ein erstklassiges Ingenieursbauwerk. Zum anderen aber ist es ein Kulturzentrum, das verschiedene Disziplinen der Kunst unter einem Dach vereint.
Ex-Staatschef Georges Pompidou war es, der in den Siebziger Jahren die Idee hatte, ein Zentrum zu schaffen, das Wissen allen gesellschaftlichen Schichten zugänglich machen sollte. Platz sollte nicht nur für Kunst sein, sondern auch für Theater, Film, Musik oder literarische Lesungen. Das alles befindet sich seit der Eröffnung im Jahr 1977 im Centre National d’Art et de Culture Georges Pompidou, wie sein voller Name lautet, auf zwölf Ebenen und rund 80.000 Quadratmetern: zwei Bibliotheken, ein Kino, ein Theater, verschiedene Theater- und Konzertsäle, ein Forschungszentrum über zeitgenössische Musik, Platz für Wechselausstellungen, ein Zentrum für Industriedesign und natürlich ein Museum. Im Musée National d’Art Moderne finden sich alle Arten kreativer Gestaltung von 1905 bis heute. Es beinhaltet eine der weltweit führenden Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst unter vermittelt einen Überblick über Künstler wie Picasso, Braque, Matisse, Chagall, Miró oder Warhol. Manche Besucher allerdings schaffen es gar nicht erst ins Innere, weil sie von der Konstruktion des Zentrums so fasziniert sind. Sie bleiben auf dem lebhaften Platz vor dem Eingang stehen und begutachten, mitunter auch skeptisch, die Fassade. Postmoderne Industrieästhetik nennt sich die Bauweise. Die Architekten Richard Rogers und Renzo Piano wollten eine maximale Bewegungsfreiheit im Inneren erreichen – und verlegten alle Kabel, Treppen und Versorgungsleitungen kurzerhand nach außen.

Centre Georges Pompidou, Frankreich
Das Centre Georges Pompidou in Frankreich

So verlaufen an der Fassade die Lüftungsleitungen in blauen Rohren, die Wasserleitungen in grünen und Stromkabel in gelben Rohren. Besucher bewegen sich in roten Rohren oder auf der großen Rolltreppe im Glasmantel, die diagonal über die Fassade verläuft. Der Bau dieses modernen Tempels mitten im altehrwürdigen Pariser Quartier Beaubourg wurde heftig kritisiert und noch heute finden sich Gegner. Aber eines ist sicher: Das Centre Pompidou ist einzigartig und sehenswert. Zu erreichen ist es am Besten von der Metrostation Châtelet-Les Halles aus.

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