Notre Dame de Paris



Neulinge in Paris, welche die Stadt erstmals bei einer Bootstour auf der Seine erkunden, sehen von Notre Dame zunächst nichts als die Türme und die Spitzen des nördlichen Querhauses. Die hoch gezogenen Kaimauern verwehren den Blick auf eines der berühmtesten Gotteshäuser des europäischen Kontinents.
Wohl dem, der die Insel Íle de la Cité von Westen her zu Fuß erkundet... Nur so präsentiert sich eindrucksvoll der Anblick der Hauptfassade der Kathedrale Notre Dame de Paris, wie ihr vollständiger Name lautet. Drei mit Figuren verzierte Portale gewähren Gläubigen wie Kulturinteressierten Einlass. Das in der Mitte befindliche Gerichtsportal ist den anderen beiden gegenüber hervorgehoben, hier wacht Christus als Richter über Auferstehende und Verdammte, über die Seelenwägung und den Sturz in die Hölle. Bemerkenswert sind die Statuen der 28 Könige von Judäa und Israel. Allesamt sind Kopien, die Originale wurden im Jahr 1793 von Revolutionären in der irrigen Annahme, es handele sich um französische Könige, gestürzt. Während die Westfassade mit ihrer symmetrisch rechteckigen Gestaltung harmonisch und doch streng wirkt, wird das Bild der Ostfassade von leichten, verspielt wirkenden Schwebebögen geprägt. Auch hier finden sich reiche Verzierungen.

Atemberaubend ist der Blick ins Innere der 1345 fertig gestellten Kirche. Eine beeindruckende Deckenhöhe von über 32 Metern erlaubt einen Eindruck von der Größe der gotischen Baukunst. Sofort ins Auge sticht auch die riesige Fensterrose in der Westfassade. Gerade an sommerlichen Spätnachmittagen zaubert die untergehende Sonne ein faszinierendes Farbspiel auf das bunte Mosaikglas.

Notre Dame, Paris
Notre Dame in Paris

Mehr noch als der Eiffelturm gehört die Kathedrale Notre Dame zu Paris. Seit der Grundsteinlegung 1163 ist sie selbst ein Stück Pariser Geschichte. Könige wurden hier gekrönt und beigesetzt. Unvergessen sind die Selbstkrönung Napoleons im Dezember 1804 in der Kirche und der hier geführte Prozess gegen die in Paris verehrte Johanna von Orleans. Die Kathedrale überstand den drohenden Abriss während der französischen Revolution ebenso wie die 1945 geplante Sprengung beim Abzug der deutschen Nationalsozialisten aus Paris. Mit seinem Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" setzte Victor Hugo 1831 ein literarisches Denkmal für die Kathedrale, die nach über 650 Jahren nichts von ihrer Faszination auf die Menschen eingebüßt hat.

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