Chagas wird durch Parasiten verursacht



Beschreibung/Ursache
Die Chagas-Krankheit wurde erstmals im Jahr 1909 beschrieben, doch ergaben diverse Untersuchungen, dass bereits Menschen der Präkolumbianischen Zeit von der Krankheit betroffen waren. Vor allem in Süd- und Mittelamerika kommt diese Krankheit vor, hier insbesondere ländliche Gegenden.
Die Chagas-Krankheit wird von dem Parasit Trypanosoma cruzi verursacht. Überträger der Erreger sind Raubwanzen. Diese Insekten sind nachtaktiv und halten sich tagsüber versteckt. Als Unterschlupf dienen kleinste Wandrisse, und Ritzen. Die Raubwanzen tragen den Erreger in ihrem Kot. Lassen die Wanzen ihren Kot auf der menschlichen Haut fallen, kommt es zu einer Infektion. Meist wird man von den Wanzen auch zusätzlich gebissen, was das Eindringen des Erregers natürlich leichter macht. Infizierte Menschen können die Erreger ebenfalls an andere weitergeben. So zum Beispiel während der Geburt im Geburtskanal, oder durch Organtransplantationen. Eine Bluttransfusion stellt zwar auch ein Risiko dar, doch die meisten Blutbanken kennen diese Gefahr und testen ihre Blutpräparate auf den Erreger, so dass das Risiko äußerst gering gehalten werden kann.

Die Inkubationszeit hängt vom Übertragungsweg ab. Werden die Erreger durch die Raubwanzen übertragen, so beträgt die Inkubationszeit 7 bis etwa 14 Tage. Werden die Erreger auf anderem Wege, wie z.B. durch Blutkonserven, übertragen verlängert sich die Inkubationszeit um etwa 14 Tage.

Symptome/Diagnose
Die Chagas-Krankheit kann akut, oder chronisch verlaufen. Zwischen der akuten und der chronischen Phase bleiben die Erkrankten meist mehrere Jahre Beschwerdefrei. Diese Zeit nennt man in der Medizin Latenzphase. Nach der Inkubationszeit von etwa 2 Wochen beginnt die Akutphase der Chagas-Krankheit. Zu Beginn kommt es zu einer rasanten Vermehrung der Parasiten im menschlichen Organismus. Die Parasiten gelangen in die Blutbahn und sorgen förmlich für eine Überschwemmung. Ein Problem stellt leider die Tatsache dar, dass nur etwa ein Drittel der Patienten, die sich neu infiziert haben, charakteristische Symptome zeigen. Die meisten dieser Patienten sind Kinder.

Akute Chagas-Krankheit Symptome:
- Zunächst bildet sich eine Schwellung an der Eintrittsstelle. Diese Schwellung ist bis zu 2 Monate lang vorhanden.
- als nächstes entsteht eine Bindehautentzündung, mit Schwellung der Augenlider.
- Die umgebende Lymphknoten zeigen eine Vergrößerung

Begleitsymptome, wie Fieber, Bauchschmerzen, Ödeme, Schwellung der Lymphknoten, Atemnot, Durchfall treten auf. Bei Patienten in der akuten Phase ist das Herz deutlich vergrößert, es kann zudem zu einer Gehirnentzündung, mit Krämpfen als Folge kommen. Nach etwa vier Wochen ist die akute Phase vorbei, die Latenzphase kündigt sich an.

In der Latenzphase bleiben die Patienten Beschwerdefrei. Einzige Ausnahme bilden Patienten, deren körpereigene Immunsystem aufgrund von Krankheiten (HIV- Infektion), oder durch die Einnahme von Immunsupressiva (Organtransplantierte) geschwächt ist. Patienten mit geschwächtem Immunsystem können wiederholt das Beschwerdebild der akuten Phase aufweisen.

Die chronische Phase entsteht in der Regel durch die anhaltende Infektion. Da hiervon vor allem das Herz betroffen ist – Herzvergrößerung, chronische Herzmuskelentzündung etc. – versterben die meisten Patienten in der chronischen Phase an Herzversagen. Die chronische Phase kann sich aber auch durch die Entstehung von chronischer Herzschwäche auszeichnen. Auch die Verdauungsorgane (Speiseröhre, Dickdarm) können sich vergrößern.

Für die Diagnose ist der Nachweis des Erregers im Blut notwendig. In der akuten Phase ist dieser Nachweis durchaus möglich. In der chronischen Phase stehen der Medizin bestimmte serologische Methoden zur Verfügung. Diese Methoden sind jedoch hierzulande nicht verbreitet, vielmehr ist dies in den Verbreitungsländern üblich. Um eine Beteiligung von Herz und Gehirn feststellen zu können, werden die Patienten mit Hilfe der Echokariographie und der Computertomographie untersucht.

Therapie/Verlauf
Eine mögliche Therapie hängt davon ab, in welcher Phase sich die Patienten befinden. Während in der Akutphase die Möglichkeit einer Behandlung mit Antibiotika besteht, können Patienten in der chronischen Phase nur noch symptomatisch behandelt werden. Die Behandlung in der Akutphase sollte auf jeden Fall stationär im Krankenhaus erfolgen. Die Dauer der Therapie wird mit 7 Wochen angegeben, in einigen Fällen wird diese Zeit verlängert.

Welchen Verlauf die Erkrankung nimmt, hängt in erster Linie davon ab, in welchem Maß das Herz betroffen ist. Da die Herzbeteiligung komplett ausfallen kann, ist in diesem Fall die Prognose besonders gut. Sind die Herzveränderungen deutlich, kann die Krankheit schwer und lebensbedrohlich verlaufen.

Prophylaxe/Impfung
Da es eine Impfung gegen die Chagas-Krankheit nicht gibt, besteht die Prophylaxe aus der Vermeidung von Bissen der Raubwanzen, aus gutem, und konsequenten Insektenschutz. Obwohl die Raubwanzen nachtaktiv sind, ist trotz allem ganztägig das Tragen von geeigneter Kleidung empfohlen. Ebenso die Benutzung von Repellentien.

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