Das Hämorrhagische Fieber Dengue



Beschreibung/Ursache
Verantwortlich für das Dengue Fieber sind Viren. Übertragen wird die Krankheit durch Mückenstiche. Vor allem die Aedes-Moskitos sind für die Übertragung verantwortlich. Insbesondere zwei Arten können die Erreger an den Menschen übertragen. Aedes aegypti, sowie Aedes albopictus.
Beide Mückenarten sind tagaktiv. Obwohl die Erkrankung eigentlich mehr sporadisch auftritt, sind auch explosionsartige, epidemische Ausbrüche häufig. Vor allem während der Regenzeit ist mit vermehrtem Auftreten der Erkrankung zu rechnen. Insbesondere im Pazifikraum, in Südostasien, auf dem Indischen Subkontinent, in der Karibik, im tropischen Afrika, sowie in Süd- und Mittelamerika ist das Dengue Fieber verbreitet. Das Dengue Fieber gehört in die Gruppe der Hämorrhagischen* Fieber. Inkubationszeit: zwischen 2 Tagen und einer Woche. In Deutschland gehört das Dengue Fieber zu den meldepflichtigen Erkrankungen.

Symptome/Diagnose
Zu den Symptomen kommt es etwa eine Woche nach Ansteckung. Zunächst steigt das Fieber auf etwa 40°C. Hinzu kommen Grippeähnliche Beschwerden, wie Kopf- und Gliederschmerzen, Muskel- und Knochenschmerzen. Der Puls ist auffallend niedrig. Die Patienten weisen einen Masernartigen Hautausschlag auf. Lymphknoten, Milz und Leber schwellen an. Nach einigen Tagen sinkt das Fieber wieder, aber nur, um am 7. Krankheitstag erneut zu steigen. Danach gibt es eine Fieberpause, die etwa 2-3 Tage lang anhält. Bis die Erkrankung völlig ausgeheilt ist, können durchaus Monate vergehen. Diese Symptome beschreiben das so genannte klassische Dengue Fieber. Verläuft das Fieber hämorrhagisch (z.B. bei Kindern, oder bei Zweitinfektionen bei Erwachsenen), dann kommt es in einer zweiten Phase zu Blutungen in den inneren Organen. Die Folgen sind blutiges Erbrechen, und blutige Durchfälle. Sind die Blutungen stark, kommt es zu einem Schock und somit häufig auch zum Tod. In der gesamten ersten Krankheitsphase sind die Patienten selbst infektiös.

Eine Diagnose lässt sich durch den Nachweis der Erreger im Blut stellen. Auch die Krankengeschichte und die Symptomatik geben dem Arzt Aufschluss darüber, ob man an Dengue Fieber erkrankt ist. Es ist wichtig, dass wenn man von einer Reise aus Risikogebieten heimkommt und innerhalb von 8 Tagen bei sich Grippeähnliche Symptome beobachtet, sofort zum Arzt zu gehen.

Therapie/Verlauf
Eine Behandlungsmethode, bzw. wirksame Medikamente gegen das Dengue Fieber gibt es nicht. Somit erfolgt die Therapie symptomatisch, das heißt, es werden die Symptome behandelt. Beim klassischen Dengue Fieber ist diese Behandlung auch ausreichend, es ist nicht erforderlich, dass die Patienten in eine Klinik aufgenommen werden. Anders, wenn es sich um die hämorrhagische Form handelt. In diesem Fall ist eine intensivmedizinische Betreuung und Behandlung zwingend notwendig. Leider endet diese Form der Erkrankung in einigen, besonders schweren Fällen trotz intensivmedizinischer Behandlung tödlich.

Prophylaxe/Impfung
Eine Impfung gegen das Dengue Fieber existiert nicht. Mit entsprechendem Mückenschutz kann man sich jedoch wirksam gegen die Krankheit schützen. Wichtig ist dabei, dass der Mückenschutz konsequent ist. Ganztägig helle und lange Kleidung ist erforderlich, auf freie Hautstellen unbedingt Repellentien (großzügig) auftragen. Das Auftragen etwa alle 2 Stunden wiederholen, da die Wirkung nur etwa für diesen Zeitraum ausreicht.

*Hämorrhagisches Fieber: Fieber mit Neigung zu Blutungen

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