Filariose ist eine Wurmerkrankung



Beschreibung/Ursache
Die Filariose ist eine Wurmerkrankung, verursacht durch so genannte Filarien (Fadenwürmer). Es gibt eine Vielzahl von Fadenwürmern, die außerhalb des Darmes leben. Ihr Lebensraum befindet sich unter der Haut, in den Blut- und Lymphgefäßen, aber auch im Bindegewebe.
Doch die Filarien leben hier nicht nur, sie vermehren sich auch und verursachen die unterschiedlichsten Beschwerden. Die Übertragung der Filarien erfolgt durch Stiche von Mücken, oder Bremsen. Das Risiko, an Filariose zu erkranken ist an sich relativ gering, sollte jedoch nicht vernachlässigt werden. Die Mücken nehmen während ihrer Blutmahlzeit Mikrofilarien auf, die sich im Blut ihres „Opfers“ befinden. Die Mücke dient nun dem Wurm als Zwischenstation, wo er sich weiter entwickeln kann. Sticht nun die Mücke erneut irgendwo zu, gibt sie den Erreger beim Stich wieder an einen neuen Wirt weiter. Die Gefahr, an Filariose nach einem einzigen Mückenstich zu erkranken, ist allerdings schwindend gering, da bei einem einzelnen Stich nicht genügend Mikrofilarien weitergegeben werden.

Symptome/Diagnose
Die Symptome werden häufig nicht ernst genommen, da sie meist nur vorübergehend auftreten. So zum Beispiel eine leicht juckende Hautrötung an der Stelle, wo die Filarien in die Haut eingetreten sind. Da die Stelle meist mit der des Mückenstiches identisch ist, wird man vermuten, dass die Rötung vom Stich selbst kommt. Es vergehen mehrere Wochen, bis erste Beschwerden auftreten. Die Lymphknoten schwellen an, die Lymphgefäße weisen Entzündungen auf. Die Entzündung der Lymphgefäße ist auch für den Laien deutlich sichtbar, als rote Stränge auf der Haut, die schmerzhaft sind. In einigen Fällen kann auch Fieber auftreten, die Beschwerden können auch schubweise auftreten. Mit der Zeit staut sich die Lymphflüssigkeit in den Lymphgefäßen und kann nicht mehr abfließen. Die Folgen sind Ödeme (Schwellungen). Auch diese Ödeme können nach einiger Zeit wieder verschwinden und dann wiederkommen.

Bei der Diagnose dienen die Befragung des Patienten und die Berücksichtigung des Reiseortes dem Arzt als erster Anhaltspunkt. Ein Nachweis der Filarien ist in der Haut, in den Augen, sowie im Blut und Urin möglich. Um absolute Sicherheit erlangen zu können, wird das Blut auf spezifische Antikörper untersucht, wobei hier der Zeitpunkt der Blutabnahme von der Art des Erregers abhängig ist. Erwachsene Filarien können auch mittels Gewebeprobe aus Lunge und/oder Hautknoten nachgewiesen werden.

Therapie/Verlauf
Die Therapie bei Filariose stellt sich als etwas kompliziert dar. Im Rahmen einer Therapie werden dem Patienten etwa 14 Tage lang spezielle Medikamente gegen Wurmbefall verabreicht. Probleme stellen die starken Nebenwirkungen dar, die das Medikament verursacht. Aus diesem Grund wird es bevorzugt, den Patienten für die Dauer der Therapie stationär in einem Krankenhaus zu behandeln.

Die Erkrankung kann durchaus einen chronischen Verlauf nehmen und sich zu einer Krankheit namens Elephantiasis entwickeln. Hierbei werden die Lymphbahnen zerstört, ein Abfließen der Lymphflüssigkeit wird unmöglich. Sie staut sich in den Körperteilen, die von der Erkrankung befallen ist. Die Folge sind schwere, irreparable Ödeme vor allem in den Beinen.

Prophylaxe/Impfung
Da es gegen die Filariose keine Schutzimpfung gibt, muss man bei Reisen in tropische Länder auf konsequenten Mückenschutz achten. Am besten ganztägig helle und lange Kleidung tragen, auf frei liegende Hautareale Mücken- und Insektenschutzmittel (Repellentien) großzügig auftragen. Unter normalen Umständen ist mit einer Infizierung zwar kaum zu rechnen, aber bei Aufenthalten in Risikogebieten ohne ausreichenden Mückenschutz besteht die Gefahr der Übertragung größerer Mengen Filarien.

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