HIV / AIDS



HIV ist ein weltweites Problem, denn jährlich infizieren sich unzählige Menschen mit dem Virus, das die unheilbare Krankheit AIDS auslöst. Eine Impfung gibt es nicht, aber jeder kann sich selbst vor einer Ansteckung schützen.

Beschreibung/Ursache
Vor ca. 25 Jahren wurden die ersten Fälle bekannt, wonach Patienten an AIDS erkrankt waren. AIDS ist nicht dasselbe, wie HIV. HIV ist die Infektion durch das HI-Virus, AIDS ist jedoch die Krankheit, die diese Infektion – meist Jahrzehnte nach einer Ansteckung – hervorruft.
Eine Infektion kann auf mehreren Wegen geschehen, jedoch ist die häufigste Infektionsgefahr der ungeschützte Sex – meist mit Urlaubsbekanntschaften. Weitere Infektionswege können sein: Gabe von mit HIV infiziertem Blut bei Bluttransfusionen, gemeinsames Benutzen von Injektionsbesteck, z.B. bei Drogenabhängigen, Übertragung von Mutter auf das Kind. Sehr selten kommen noch andere Möglichkeiten in Frage, wie z.B. Transplantation von inneren Organen, kontaminierte Operationsinstrumente, oder durch Verletzungen, bzw. durch Kontakt mit dem Blut infizierter Personen. Die Kontrollen der Blutkonserven, der Spendeorgane, sowie die Benutzung von Einwegbesteck bei Operationen und Blutabnahme etc. haben diese Infektionswege jedoch zumindest in den Industrieländern auf ein absolutes Minimum senken können, auch, wenn man diese Möglichkeit der Ansteckung auch nicht 100% ausschließen kann. Die Infektion mit dem HI-Virus ist eine heimtückische Sache. Die Viren vermehren sich explosionsartig im Blut und es kommt zu einer akuten HIV-Infektion. Da die Beschwerden sich hier mit denen eines grippalen Infekts leicht verwechseln lassen, merken viele Betroffene erst gar nicht, dass sie krank sind und können andere infizieren, meist unbewusst und ohne Absicht.

Symptome/Diagnose
Die Symptome einer HIV-Infektion sind meist ähnlich einem grippalen Infekt. Die Schwere der Beschwerden kann jedoch von Patient zu Patient variieren. Auch die Anzahl der übertragenen Viren können die Heftigkeit der Beschwerden beeinflussen. Damit die Symptome einem bestimmten Stadium der Erkrankung zugeordnet werden können, wurde die Erkrankung in mehrere Phasen aufgeteilt.

Die Phase I. bezeichnet man als akute HIV-Krankheit, wobei etwa 70-90% der Infizierten 6 Tage bis 6 Wochen nach der Infektion Symptome einer Grippe zeigen. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, sowie die Schwellung der Lymphknoten, aber auch Hautausschlag treten auf. Nicht alle Infizierten zeigen Symptome, also auch diejenigen, die trotz einer Infektion keine Beschwerden haben, geben die Krankheit weiter. Zu diesem Zeitpunkt einen HIV-Test machen zu lassen, ist sinn- und zwecklos. Der Test würde trotz Infektion negativ ausfallen. Erst nach gut 3 Monaten nach der Ansteckung sind Antikörper im Blut nachweisbar!

Als Phase II bezeichnet man den Zeitraum, in dem keine Beschwerden auftreten, die Patienten fühlen sich wieder gesund. Dieses Stadium nennt man in der Medizin auch Latenzphase. Diese Phase kann mehrere Jahre andauern. Obwohl man keine Beschwerden hat, vermehren sich die Viren munter weiter und man selbst ist infektiös.

In Phase III kommt es zu Schwellungen an den Lymphknoten. In der Medizin wird dieses Stadium einer HIV-Erkrankung als Lymphknotensyndrom bezeichnet. Nicht alle Patienten müssen diese Phase durchmachen, etwa 60% der Infizierten „überspringen“ diese Phase.
Phase IV bekam den Namen: HIV-Assoziierte Erkrankungen. Ungefähr 10 Jahre nach der Ansteckung kommt es zu dieser Phase, die in weitere Unterphasen aufgeteilt wird. Jetzt wird die Krankheit AIDS das erste Mal beim Namen genannt. Das körpereigene Immunsystem ist soweit geschwächt, dass eine mehr oder minder harmlose Erkältung mehrere Wochen andauern kann und besonders schwer verläuft. Auch anderen Erregern gegenüber sind die Erkrankten empfänglicher, die das Immunsystem jedoch nicht mehr ausreichend bekämpfen kann.
Eine der Unterstadien von Phase IV ist das Aids-Related-Complex. Hiervon spricht der Arzt, wenn sein Patient folgende – nicht zwingend alle! – Symptome zeigt:
- Durchfall
- Fieber
- Nachtschweiß
all diese länger als ein Monat anhaltend
zudem:
- trockener Husten und Atemnot
- chronische, ständige Müdigkeit, Kraftlosigkeit
- nennenswerter Gewichtsverlust

Von AIDS Vollbild ist die Rede, wenn zusätzlich zu diesen Beschwerden auch neurologische Beschwerden, Krebserkrankungen, sowie Entzündungen der inneren Organe, wie Lunge hinzukommen. In dieser Phase sank die Zahl der CD4 Lymphozyten drastisch ab, von 600-1000 auf etwa 200. Das Immunsystem ist stark geschädigt.

Die Diagnose lässt sich mittels Antikörpertest stellen. Hierfür wird nicht früher, als 3 Monate nach einer möglichen Ansteckung das Blut mit einem Suchtest untersucht. In einigen Fällen wird empfohlen, den Test nach weiteren 3 Monaten zu wiederholen. Werden beim Test Antikörper gegen HIV nachgewiesen, gilt der Patient als HIV-Positiv.

Therapie/Verlauf
Während früher die Therapie keinen Erfolg brachte, sind die Medikamente in der heutigen Zeit bereits soweit entwickelt, dass sich der Ausbruch der Krankheit AIDS sehr lange hinauszögern lässt. Die Medikamente verhindern es, dass sich die HI-Viren im Körper weiter ausbreiten können. Die HIV-Krankheit wird dadurch zwar nicht geheilt, aber immerhin zum Stillstand gebracht. Damit es auch so bleibt, müssen sich die Patienten auf eine konsequente medikamentöse Therapie einstellen. Die Patienten sind weiterhin infektiös und können den Erreger weitergeben. Ziel ist der Therapie, die Anzahl der Viren soweit herunterzudrücken, dass diese nicht mehr im Blut nachweisbar sind. Andernfalls droht eine Veränderung der Viren, die dann gegen das Medikament resistent sind. Um den Erfolg zu garantieren, müssen behandelnder Arzt, sowie Patient eine eiserne Disziplin an den Tag legen. Für den Patienten ist es überlebenswichtig, sich von einem Arzt behandeln zu lassen, der sich auf HIV spezialisiert hat. Diese Ärzte sind zudem auch eine sehr gute psychische Stütze für die Patienten, denn nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch die Therapie, die Medikamente mit ihren starken Nebenwirkungen einen sehr starken Einfluss auf die Psyche der Patienten haben. Depressionen, Selbstmordgedanken sind nicht selten, doch diese beeinträchtigen den Erfolg der Therapie.

Zum Verlauf ist nicht viel zu sagen, denn die Erkrankung verläuft meist unterschiedlich. Während der Anfang einer Erkrankung nicht ohne Symptome verläuft, kommt es in der Latenzphase zu keinerlei Beschwerden. Hier mit der Therapie nachlässig zu werden kann also fatale Folgen haben. Wenn sich die Krankheit AIDS bemerkbar macht, müssen sich die Patienten auf schwere chronische Erkrankungen einstellen. Lungenentzündungen, Krebserkrankungen und andere Infektionen gehören hier dann leider zum Krankheitsbild. HIV und AIDS sind bis heute unheilbar!

Prophylaxe/Impfung
Eine Impfung gegen HIV gibt es nicht. Der einzige Weg, sich zu schützen besteht in der Vorsorge. Die goldene Regel lautet: KEINEN ungeschützten Sexualverkehr (dazu gehören Vaginal-, Anal- und Oralverkehr) mit Urlaubsbekanntschaften, oder mit neuen Partnern. Mit der Verwendung von Kondomen schützen Sie nicht nur andere, sondern auch sich selbst. Kondome schützen nicht nur vor einer HIV-Infektion, sondern auch vor anderen, sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Personen, die Drogen konsumieren müssen darauf achten, dass sie ihr Injektionsbesteck nicht mit anderen gemeinsam benutzen. Verwenden Sie Einwegbesteck (Spritzen und Nadeln!).

Die Erreger werden NICHT übertragen durch:
Küssen (Wange, Mund)
Schweiß eines Infizierten
Tränen und Speichel

und auch nicht durch gemeinsames Benutzen von Handtüchern, Toilettensitzen, Schwimmbäder, oder Geschirr.

Die Erreger werden ausschließlich durch Blut, oder Körperflüssigkeiten, wie Sperma, und Vaginalflüssigkeit übertragen. Hier kann man nicht oft genug sagen, dass Sie sich nur mit Kondomen vor einer Ansteckung schützen können.

Wichtige Informationen zu den: Reisekrankheiten









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