Infektion mit Salmonellen



Beschreibung/Ursache
Eine Infektion durch Salmonellen erfolgt in aller Regel durch verunreinigtes Trinkwasser sowie durch kontaminiertes Lebensmittel. Einer Infektion durch Salmonellen liegt meist ein Mangel an Hygiene an Trinkwasser und zu Nahrungsmitteln.
Wichtigste Regel: Nach dem Toilettengang unbedingt die Hände unter fließendem Wasser mit Seife waschen. Salmonellen sind Bakterien, die sich über dem Magen-Darm-Trakt zu den Lymphgefäßen, von hier wiederum in die Blutbahn ausbreiten. Erkrankte Personen scheiden große Mengen an Bakterien mit dem Urin und dem Stuhl wieder aus. Als Dauerausscheider werden Patienten genannt, die zwar Infiziert sind, aber keine Symptome zeigen. Diese Personen wissen von ihrer Erkrankung meist gar nichts. Während in den Ländern mit schlechten Hygienebedingungen eine Infektion meist über das Trinkwasser geschieht, sieht es in den Industrieländern ein bisschen anders aus. Hier sind Fliegen und eine unausreichende persönliche Hygiene oft für eine Infektion durch Salmonellen verantwortlich. In den Industrieländern sind meist Geflügelfleisch, Eier, Eierspeisen und rohe Milch eine Gefahrenquelle. Aus diesem Grund gilt: Geflügel immer gut durchbraten, oder kochen, und keine unpasteurisierte Milch trinken. Frische Eier stellen in der Regel kaum ein Risiko dar, zudem sie ja meist gekocht, gebraten oder auf sonstige Art erhitzt werden.

Symptome/Diagnose
Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei Tagen und drei Wochen. Die Länge der Inkubationszeit hängt mit der Art der Salmonellen, sowie mit der Anzahl der Erreger zusammen. Die Infektion mit dem Erreger Salmonella enteritidis betrifft den Dünndarm. Die Folge ist Brechdurchfall, wobei die Patienten kein Fieber bekommen. Nach wenigen Tagen hört der Brechdurchfall auf. Anders sieht die Sache bei einer Infektion mit dem Bakterium Salmonella enterica Serotyp Typhi, das die Erkrankung Typhus verursacht.

Für die Diagnose ist neben der Anamnese auch eine Untersuchung des Stuhls und des Blutes notwendig, um den Erreger identifizieren zu können. Der Verdacht, an Salmonellose erkrankt zu sein, die bestätigte Erkrankung, sowie der Tod, verursacht durch Salmonellen sind Meldepflichtig. Patienten, bei denen der Verdacht besteht, an Salmonellose erkrankt zu sein, oder attestiert erkrankt sind, dürfen nicht zu Arbeit erscheinen, um eine Verbreitung der Erkrankung zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Personen, die an Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen tätig sind.

Therapie/Verlauf
Eine Salmonelleninfektion wird primär über die Symptome behandelt. Bei Brechdurchfall steht der Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich im Körper im Vordergrund. Nur in Fällen mit starkem Bakterienbefall werden spezielle Antibiotika verabreicht. Im Falle einer Typhus-Erkrankung besteht die Therapie immer aus dem Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich und aus einer Antibiotikumstherapie.
Mit Komplikationen ist nur in seltenen Fällen zu rechnen. In der Regel heilt eine Salmonellose mit der richtigen Therapie problemlos aus. Zu den ganz seltenen Fällen, wo Patienten in Folge einer Salmonellen Infektion verstorben sind, zählen Kleinkinder und alte Menschen, deren Immunsystem noch nicht, oder nicht mehr gegen die Erreger ankämpfen kann. Welche Salmonellen-Art auch immer die Infektion verursacht hat, können zwar Komplikationen auftreten, wenn diese auch bei raschem Beginn einer Therapie äußerst selten sind. Dazu gehören Darmblutungen, Entzündung der Leber, der Gallenblase, der Lunge und des Herzmuskels, sowie als lebensbedrohliche Komplikation Darmgeschwüre, die zu einem Darmdurchbruch führen können.

Prophylaxe/Impfung
Eine Impfung gegen Salmonellose gibt es nicht – im Gegensatz zu Typhus, wogegen eine wirksame Impfung existiert – aber mit sorgfältigen Hygienemaßnahmen lassen sich all diese Erkrankungen vermeiden. Insbesondere in der Zubereitung und der Aufbewahrung von Geflügel, Wild, Fisch und Hackfleisch sollte man auf die Hygiene achten. Hackfleisch immer am Tag der Herstellung zubereiten und verzehren. Geflügel, Wild, Fisch und Schweinefleisch müssen vor dem Verzehr immer gut durchgegart werden. Vorsicht bei der Zubereitung in der Mikrowelle! Hier muss man unbedingt beachten, dass die Speisen von allen Seiten durchgängig auf mindestens 70°C erhitzt wurden. Tiefgefrorenes Fleisch vor der Zubereitung immer unter fließendem Wasser gründlich waschen, Auftauwasser sollte mit keinen anderen Zutaten, oder anderen Lebensmitteln in Berührung kommen. Speisen, die rohe Eier enthalten immer sofort verzehren. Vor dem Essen, sowie nach der Benutzung der Toilette immer gründlich die Hände waschen (mit Seife unter fließendem Wasser). Obst und Gemüse sollte man schälen, soweit es möglich ist, dies gilt insbesondere für die Urlaubszeit in Ländern mit mangelnden Hygienebedingungen.

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