Palazzo Madama in Turin



Der prächtige Palazzo Madama an der Piazza Castello gehört zu den ältesten Sehenswürdigkeiten Turins und steht auf dem Territorium der antiken Stadt Augusta Taurinorum. Auf etwa 2000 Jahre zurückblickend ist der Palast ein regelrechter Spiegel der verschiedenen architektonischen Epochen.
Ursprünglich ein römisches Stadttor aus dem Jahre 45 v. Chr., wurde die Porta Decumana später in den mittelalterlichen Festungsbau integriert. Der Palazzo diente fortan dem Haus von Savoyen als Residenz. Im 15. Jahrhundert erfolgten die Erweiterungen um zwei zusätzliche Türme, bis der Palast im 18. Jahrhundert seine heutige Grundform erhielt. Nach Maria Christina von Frankreich und Maria Giovanna Battista von Savoia-Nemours, die hier im 17. Jahrhundert weilten, wurde der Palast schließlich in Palazzo Madama umbenannt. Steht man vor der beeindruckenden Fassade des Palazzo Madama, setzt sich der relativ helle Kalkstein des Gebäudes optisch von den umliegenden, dunkleren Bauten der Piazza Castello ab. Mit zahlreichen Reliefs, Statuen und imposanten Löwenköpfen verziert, empfängt der zweistöckige Palazzo Madama den Besucher an seinem hohen Portal. Verantwortlich für das heutige Erscheinungsbild zeichnet sich der Architekt Alfredo d'Andrade, der im späten 19. Jahrhundert den mittelalterlichen Bau umgestaltete und die historistische Fassade im barocken Stil prägte. In Italien und in Turin gehört das heutige Museum zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten schon aufgrund seiner wechselvollen Geschichte.

Der Palazzo Madama war vor seiner heutigen Bestimmung als "Museo Civico d'Arte" unter anderem Sitz der königlichen Gemäldegalerie. Ebenfalls der italienische Senat tagte hier in Turin zwischen 1848 und 1860. Die im Jahre 2005 abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten lassen den Bau nun wieder in altem Glanz erstrahlen.

Palazzo Madama Turin
Palazzo Madama in Turin

Das Innere des heutigen Museums bietet neben der ständigen Sammlung antiker, mittelalterlicher und barocker Schätze sowie weiterer Sehenswürdigkeiten zusätzliche Wechsel-Ausstellungen zu den verschiedensten Themenbereichen. Speziell für Familien mit Kindern wurde ein besonderes Konzept erdacht, die Exponate in einem leicht verständlichen Zusammenhang zu präsentieren und so den Palast zu einer Sehenswürdigkeit für Jung und Alt zu machen.

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